Frauen und Flucht – Bedarfe erkennen und reagieren

Veröffentlicht am 16.05.2015 in Ankündigung

Eine Veranstaltung der AG Migration und Vielfalt in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in der SPD Tempelhof- Schöneberg:

  • Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof- Schöneberg
  • Christiane Wahl, Heimleiterin vom Übergangswohnheim in Lichtenrade (EJF)
  • Olivija Music, Heimleiterin vom Übergangswohnheim Marienfelder Allee (IB)
  • Rim Farha, Leiterin der Notaufnahme in der Colditzstraße (PeWoBe)

Wann: Donnerstag, 21.05.2015, 20:00 Uhr 

Wo:  Nachbarschaftsheim Schöneberg Holsteinische Straße 30, 12161 Berlin

Frauen fliehen genau wie Männer aufgrund von weltweiten Menschenrechtsverletzungen wie Armut, Hunger, Krieg, Folter, mangelnder Bildung und medizinischer Versorgung, Folgen von Umweltzerstörung und Krieg.

Wenn von Flüchtlingen die Rede ist, stehen vor allem verfolgte Männer im Blickfeld der öffentlichen Diskussion. Tatsächlich sind nach Schätzungen der UN weltweit ca. 80% der Flüchtlinge Frauen und Kinder. Die wenigsten von ihnen schaffen jedoch mit ihren Kindern den langen Weg nach Europa. Flüchtlinge, denen die Flucht in europäische Länder gelingt, sind zu 75% Männer. Wenn weibliche geflüchtete Menschen in Deutschland ankommen, sind sie oft traumatisiert.

Frauenspezifische Fluchtursachen:

Neben den allgemeinen Fluchtgründen wie Verfolgung aus politischen, ethnischen oder religiösen Gründen, die für Frauen und Männer gleichermaßen gelten, flüchten Frauen wegen weiterer spezifischer Gewalterfahrungen:

  • Vergewaltigung durch staatliche Amtsträger
  • angeordnete Massenvergewaltigungen als Mittel der Kriegsführung in ethnischen Konflikten
  • Verstoß gegen "kulturelle Normen", z. B. Kleiderregeln
  • Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratung
  • Zwangsprostitution u.v.m.

Die Unterbringungssituation in gemischten, überfüllten Unterkünften in Deutschland führt nicht selten zu erneuten Gewalterfahrungen und zur Verschlimmerung der Situation.

"Flüchtlingspolitik" ist ein sehr weites Feld. Die Ebenen sind mannigfaltig - von der Europäischen Union über den Bund, Länder und Kommunen. Wir möchten uns ganz konkret mit der Situation der Frauen in den Einrichtungen unseres Bezirks beschäftigen und gemeinsam mit den Heimleiterinnen und unserer Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler Möglichkeiten erörtern, wie wir die Situation der geflüchteten Frauen und Mädchen erträglicher gestalten können. Wir freuen uns auch auf die Möglichkeit mit Heimbewohnerinnen direkt ins Gespräch zu kommen, um einen authentischen Einblick in die Lebenswelt von geflüchteten Frauen zu bekommen. Wir erhoffen uns von dieser Veranstaltung die Ausarbeitung konkreter Inhalte und Bedarfe, die wir mit Hilfe aller bezirklichen Akteure umsetzen können.

Außerdem werden Heimbewohnerinnen und Mitarbeiterinnen von den Flüchtlingsheimen an der Veranstaltung teilnehmen.

 

Homepage SPD Tempelhof-Schöneberg

Aktuelle Artikel der SPD Friedenau

  • "Wir wollen Brot, aber auch Rosen!". Rund um den 8. März, den Internationalen Frauentag, verteilen ...
  • Jahreshauptversammlung am 28.02.2026. Die Jahreshauptversammlung hat einen neuen Vorstand gewählt Marijke Höppner und Clemens Fritsch stehen künftig gemeinsam an der Spitze der Abteilung. Beide wurden von der Versammlung ...
  • Nachruf auf Uta Denzin-von Broich-Oppert (1939–2026). Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserer Genossin Uta Denzin-von Broich-Oppert, die in der Nacht zum 12. Februar 2026 verstorben ist. Uta war über 60 Jahre Mitglied der Sozialdemokratischen ...
  • Unser Programm für Friedenau. Friedenau ist sehr dicht besiedelt – viele Menschen leben hier auf engem Raum, während Grün- und Erholungsflächen knapp sind. Herzstück Friedenaus sind seine Plätze: ...
  • EINLADUNG: Erinnerung braucht einen Ort. Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ehrt die SPD Tempelhof-Schöneberg regelmäßig um den 27. Januar gemeinsam ...

WebsoziInfo-News

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

Ein Service von websozis.info