Das Andenken an den überragenden sozialdemokratischen Denker und Theoretiker Eduard Bernstein (6.1.1850 Berlin – 18.12.1932 Schöneberg) wird von der SPD Friedenau in besonderen Ehren gehalten.
Anlässlich des 150-jährigen Parteijubiläums der SPD im Jahr 2013 rief die SPD Friedenau eine regelmäßige Patenschaft für die Pflege von Bernsteins letzter Ruhestätte ins Leben. Zuvor war das Grab von unserer Genossin Eva Liebchen schon immer mit sorgfältiger Pflege bedacht worden.
Eduard Bernsteins Grab liegt auf dem Friedhof Eisackstraße am Innsbrucker Platz, der zum Abteilungsgebiet der SPD Friedenau gehört. Dort wurde er 1932 im hohen Alter von 82 Jahren zu Grabe getragen. Mit Sicherheit hätte ihn als Sohn einer jüdischen Familie sehr bald ab 1933 der fanatische Rassenwahn der Nationalsozialisten getroffen.
2007 wurde durch die Initiative der Historischen Kommission der SPD Berlin und mit Unterstützung der Bundes-SPD eine würdevolle Stele auf dem Ehrengrab für Eduard Bernstein errichtet. Zur Einweihung erschienen am 75. Todestag von Eduard Bernstein u.a. der damalige SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der damalige SPD-Landesvorsitzende Michael Müller, die Kreisvorsitzende Dilek Kolat, die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert und der Vorsitzende der Historischen Kommission der SPD Berlin Siegfried Heimann. Der ästhetisch gestaltete Stein führt in der Inschrift einige der wichtigsten Funktionen Eduard Bernsteins für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands auf.
2010 wurde dem Grab die Ehrengrabwürde durch die Berliner Senatskanzlei aberkannt. Einwendungen und Bitten, die Ehrengrabwürde wieder herzustellen führten im November 2012 zu der Information der Senatskanzlei, den Anregungen zu folgen und in eine Prüfung zu einer erneuten Anerkennung einzutreten.
Die Bitte, den großen Vordenker der Sozialdemokratischen Partei Eduard Bernstein mit einer erneuerten Ehrengrabwürde zu ehren, wird unserem neuen Regierenden Bürgermeister Michael Müller und der Senatskanzlei wiederholt vorgetragen werden.
Wer das Grab von Eduard Bernstein auf dem Friedhof Eisackstraße besuchen möchte: Es trägt die Nummer 12/231.
Von Gudrun Blankenburg