"Wir wollen Brot, aber auch Rosen!"

Veröffentlicht am 08.03.2026 in Frauen

Rosen

Rund um den 8. März, den Internationalen Frauentag, verteilen wir als SPD traditionell Rosen. Diese Geste ist freundlich – aber sie ist nicht unpolitisch. Sie erinnert an eine Bewegung, die für soziale Gerechtigkeit, Würde und Gleichberechtigung gekämpft hat und es bis heute tut.

Der Ursprung: „Brot und Rosen“
Der Slogan „Brot und Rosen“ stammt aus einem großen Textilarbeiterinnenstreik im Jahr 1912 in Lawrence (Massachusetts, USA). Tausende – überwiegend migrantische Frauen – legten die Arbeit nieder, weil ihre Löhne nicht zum Leben reichten. Sie forderten nicht nur höhere Bezahlung, sondern ein menschenwürdiges Leben.
Ihr Ruf lautete sinngemäß: Wir wollen Brot – aber auch Rosen.
„Brot“ stand für das Existenzminimum: faire Löhne, soziale Sicherheit, Arbeitsrechte.
„Rosen“ standen für mehr: Würde, Bildung, kulturelle Teilhabe, Lebensqualität.
Dieser Gedanke prägte die internationale Arbeiterinnenbewegung – und damit auch den Internationalen Frauentag, der maßgeblich von der Sozialdemokratin Clara Zetkin angestoßen wurde.

Warum wir Rosen verteilen
Wenn wir rund um den 8. März Rosen verteilen, greifen wir diese Tradition bewusst auf. Die Rose steht für Respekt und Anerkennung – aber sie steht auch symbolisch für den politischen Anspruch auf ein gutes Leben für alle.


Der Internationale Frauentag ist kein bloßer „Blumentag“. Er ist ein Tag der politischen Forderungen:
* Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
* Gute Arbeitsbedingungen, besonders in sozialen und pflegerischen Berufen
* Vereinbarkeit von Familie und Beruf
* Schutz vor Gewalt
* Gleichberechtigte Teilhabe in Politik und Wirtschaft
Als SPD stehen wir historisch und politisch in dieser Tradition.

Brot und Rosen 
Auch heute ist „Brot und Rosen“ aktuell. Frauen verdienen im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer, leisten mehr unbezahlte Sorgearbeit und sind häufiger von Altersarmut betroffen. Gleichzeitig geht es um mehr als Einkommen: um Selbstbestimmung, Respekt und gleiche Chancen. Rosen zu verteilen heißt für uns deshalb: Erinnern. Anerkennen. Kämpfen.

Rund um den 8. März sagen wir: Gerechtigkeit ist keine Selbstverständlichkeit – sie wird erstritten. Und wir stehen an der Seite derjenigen, die weiterhin für Brot und Rosen kämpfen.
 

 

Aktuelle Artikel der SPD Friedenau

  • "Wir wollen Brot, aber auch Rosen!". Rund um den 8. März, den Internationalen Frauentag, verteilen ...
  • Jahreshauptversammlung am 28.02.2026. Die Jahreshauptversammlung hat einen neuen Vorstand gewählt Marijke Höppner und Clemens Fritsch stehen künftig gemeinsam an der Spitze der Abteilung. Beide wurden von der Versammlung ...
  • Nachruf auf Uta Denzin-von Broich-Oppert (1939–2026). Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserer Genossin Uta Denzin-von Broich-Oppert, die in der Nacht zum 12. Februar 2026 verstorben ist. Uta war über 60 Jahre Mitglied der Sozialdemokratischen ...
  • Unser Programm für Friedenau. Friedenau ist sehr dicht besiedelt – viele Menschen leben hier auf engem Raum, während Grün- und Erholungsflächen knapp sind. Herzstück Friedenaus sind seine Plätze: ...
  • EINLADUNG: Erinnerung braucht einen Ort. Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ehrt die SPD Tempelhof-Schöneberg regelmäßig um den 27. Januar gemeinsam ...

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info