Stolpersteine - Putzaktion in Lichtenrade

Veröffentlicht am 06.08.2011 in Gegen Rechtsextremismus

Manuela Harling und Andrea Kühnemann

Andrea Kühnemann, Kandidatin für das Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Lichtenrade, berichtet von der Stolperstein-Putzaktion:

Sind Ihnen in Lichtenrade und anderen Stadtteilen schon die kleinen gravierten Messingplatten auf dem Boden zwischen den "üblichen" Bürgersteigsteinen aufgefallen?

Das Projekt Stolpersteine soll die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden und anderer Verfolgter des Nazi- Regimes lebendig halten.

Hier gelangen Sie zu den Stolpersteinen von Gunter Demnig.

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort direkt vor der Haustür Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt.

"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist."

Mit den Stolpersteinen wird die Erinnerung an die Menschen lebendig gehalten, die einst in den Häusern wohnten, vor denen jetzt die Stolpersteine eingelassen wurden.

An 13 Adressen in Lichtenrade wird mit Hilfe dieser Steine an insgesamt 33 Lichtenraderinnen und Lichtenrader gedacht, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Der Anteil der Juden an der Bevölkerung in Lichtenrade war zwar gering, dennoch waren die meisten der Menschen, deren wir heute in Lichtenrade auf diese Art gedenken, Juden.

Damit die Stolpersteine nicht übersehen werden, müssen sie glänzen und von Zeit zu Zeit geputzt werden.

Die Kandidatin für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus des Wahlkreises 6, Manuela Harling, und die stellv. Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Ingrid Kühnemann, beteiligten sich an der Reinigung der Steine. Mein besonderer Dank gilt der Geschichtswerkstatt Lichtenrade, die massgeblich an der Initiierung des Projektes beteiligt war und uns aktiv bei der Reinigung unterstützte.

Ihre Andrea Kühnemann

 

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