SPD Tempelhof-Schöneberg veranstaltete ihre erste Zukunftswerkstatt

Veröffentlicht am 24.09.2010 in Bezirks-SPD

Die Zukunft der SPD hat schon begonnen: Verändern wir sie jetzt!

von Ingo Siebert

"Politik als Werkstatt, das ist die SPD: Alle wollen, wenn sie kommen, über das, was sozialdemokratische Politik ist, wirklich mitentscheiden," so beschreibt Sigmar Gabriel in seiner Rede auf dem Bundesparteitag 2009 ein verändertes Politikkonzept. Damit wollten Genoss/innen aus Tempelhof-Schöneberg ernst machen und kamen zur ersten Zukunftswerkstatt am Samstag, den 11. September in der Brandenburghalle des Rathauses Schöneberg zusammen.

Foto: Harald Dähne

Ein Team von erfahrenen Moderator/innen aus der SPD-nahen Bildungsarbeit hatte diese Versammlung der anderen Art vorbereitet. Es ging ums Ausprobieren für neue Ideen und Wege zu der Politik vor Ort. 60 Genoss/innen hatten sich in der Brandenburghalle des Rathauses Schöneberg eingefunden, um gemeinsam ans Werk zu gehen.

Nach einer Phase der Kritik, wo alles gesammelt wurde, was an der bisherigen SPD-Arbeit stört, wurden Visionen zur Erneuerung entwickelt. Um richtig ins Visionieren zu kommen, hatten die Moderator/innen eine kleine „Party“ unter dem Titel „Wir sind Spitze  Berlin 2021“ vorbereitet: Es gibt Schnittchen am Eingang und Getränke auf den Partytischen, viele Berliner/innen treten in die SPD ein, die seit zehn Jahren alleine regiert, es gibt wöchentliche Hearings mit lebendigen Diskussionen, so dass die Doppelspitze der Regierenden die Beschlüsse feiert, eine Welle der Euphorie und fröhlichen Tagespolitik - ein Traum? Wie können wir ihn verwirklichen?
In kleinen Gruppen wurden Szenerien entwickelt, viel Kreativmaterial liegt bereit, dass Team animiert und regt zu Kurzpräsentationen an: Eine Talkshow zu Umsetzung gelungner Sprachförderung, ein Sketsch zur „Roten Wende statt Stau ohne Ende“, eine aus Plymobil zusammengestellte Szene zur neuen solidarischen Streitkultur in der SPD und vieles mehr. Zurück in der Gegenwart wurden die Ergebnisse für den Tag gesammelt. Im letzten Schritt konnte jede und jeder entscheiden, was er/sie in den nächsten Wochen umsetzen will. Vieles wird auch in den nächsten Gremiensitzungen besprochen werden. Eine Dokumentation ist in Arbeit.
Grade neue Genossen/innen und jene, die sich sonst kaum in den Gremien einbringen können, haben die Möglichkeit genutzt in einen intensiven Austausch zu treten. Ihre Kritik, Ideen und Hilfe ist nötig, will sich die SPD weiter entwickeln. Die Zukunftswerkstatt war hier ein Anfang.

 

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