Diskussion "Zuflucht in Friedenau"

Veröffentlicht am 07.05.2016 in Abteilung

In Friedenau haben zur Zeit etwa 250 Menschen Zuflucht vor politischer Verfolgung und Bürgerkrieg gefunden. Um uns über den aktuellen Stand zu informieren hatten wir Jessica Mettlen vom Träger SIN e.V. und Gökcen Demiragli vom Nachbarschaftsheim Schöneberg eingeladen.

 

In der Notunterkunft Rathaus Friedenau sind zur Zeit 200 Menschen aus 16 Herkunftsstaaten untergebracht, die vom Träger SIN e.V. betreut werden, erklärte die Leiterin der Einrichtung, Jessica Mettlen. Zur Zeit wird das Rathaus Friedenau noch weiter ausgebaut, sodass hier Platz für 385 Menschen geschaffen wird. Im Juni soll der Innenhof als Kinderspielplatz genutzt werden können. Ab Januar 2017 ist geplant, dass die Notunterkunft in eine Gemeinschaftsunterkunft für Frauen und Kinder umgewandelt wird.

 

Das Nachbarschaftsheim Schöneberg kümmert sich um alleinreisende Frauen mit Kindern. Gökcen Demiragli von der Geschäftsführung des Nachbarschaftsheims berichtete, dass zur Zeit 20 Frauen und 30 Kinder untergebracht sind. Hier stehen 50 Plätze für Geflüchtete zur Verfügung.

Bereits im Oktober letzten Jahres hat sich das Willkommensbündnis "Friedenau hilft" gegründet, berichtete Ayten Dogan (Mitglied der Steuerungsgruppe). Hier engagieren sich Vereine, Kirchen Verbände, Träger, Gemeinden und Interessensgruppen und vor allem sehr viele Friedenauer*innen ehrenamtlich für die Geflüchteten. Über vierhundert Friedenauer*innen wollen sich engagieren. Das Bündnis „Friedenau hilft“ organisiert in 13 Arbeitsgruppen die ehrenamtliche Arbeit. Darüberhinaus gibt es in Friedenau bereits 12 Willkommensklassen für geflüchtete Kinder.

 

Antje Schwarzer berichtet von der Arbeit des Willkommensbündnis "Tempelhof-Schöneberg", dass wichtige Vernetzungsarbeit der unterschiedlichen Flüchtlingsinitiativen in unserem Bezirk leistet.

 

Herzlichen Dank an Gökcen Demiragli und Jessica Mettlen, dass sie an dem Abend unsere viele Fragen beantworten haben.

 

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