Besuch der Parti Socialiste: Austausch über Quartiersmanagement hier und in Paris

Veröffentlicht am 09.03.2012 in Bezirks-SPD

Das Gespann Merkel-Sarkozy macht viele glauben, dies sei die deutsch-französische Freundschaft: Deutschland und Frankreich geben zusammen den Ton in Europa an und diktieren den wirtschaftlich schwächeren EU-Partnern, was in der Euro-Krise zu tun ist.

Die Sozialdemokraten in Tempelhof-Schöneberg leben die deutsch-französische Freundschaft ganz anders. Seit nunmehr drei Jahren besteht ein Partnerschaftsabkommen auf Bezirksebene mit der PS, Parti Socialiste des 17. Bezirks im nördlichen Paris.

Auch wir diskutieren die Eurokrise, aber unser Hauptinteresse gilt dem Zusammenleben der Menschen im Kiez der beiden Metropolen.

Wir suchen den direkten Kontakt: Unsere Besucher werden privat untergebracht und bei uns kann jeder mitmachen, der am Pariser Leben interessiert ist. Bei unseren Rundgängen und Besichtigungen im Bezirk kann jeder dazu stoßen, bei unseren Diskussionen sind alle Meinungen willkommen.

Unsere Besucher aus Paris waren besonders interessiert, wie wir mit sozialen Problemlagen wie im Schöneberger Norden umgehen. Seit in Paris die Vorstädte brannten, versucht man dort auch im Kiez vor Ort das bürgerschaftliche Engagement zu stärken. Jedes Quartier in Paris hat seinen Quartiersrat, besetzt mit Bürgern, benannt gemäß dem Parteienproporz. Unsere Besucher diskutierten das Berliner „Quartiersmanagement“ ausführlich mit den ehrenamtlich Aktiven vor Ort in der Pallasstraße. Wie entstehen Projekte wie die Kochschule Palladin oder das Café Kaffeeklatsch im Pallasseum? Die Konzentration von Engagement und finanziellen Mitteln auf die Brennpunkte des Bezirks ist ein erfolgreicher Ansatz in Berlin, den die Pariser für vorbildlich halten.

Ganz anders dagegen unser Thema „Stadtumbau“ am Beispiel des Tempelhofer Feldes. Hier haben die Pariser im 17. Bezirk das Großprojekt „Clichy-Batignolle“ auf einem ehemaligen Güterbahnhofsgelände bereits weit vorangetrieben. Ein zentraler Park mit Sport und Spielstätten, Schulen und Randbebauung haben Vorbildcharakter für das ehemalige Flughafengelände.

Der Besuch unserer Freunde im kalten Februar hat gezeigt: Die deutsch-französische Freundschaft erträgt auch Minusgrade.

Kontakt: m.radeloff@t-online.de

 

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